Ein kleines Zwirnknopfmuseum kann man seit November 2019 in den alten Gemäuern der ehemaligen Seifensiederei in Pregarten im Mühlviertel besuchen. Gezeigt werden dort neben den Zwirnknöpfen auch alte Handarbeiten, außerdem werden allerlei Kurse angeboten. Die Knopfmacherin, Autorin und Volksgutbewahrerin Sabine Krump hat in ihrem privat geführten Museum das alte Handwerk des Zwirnknöpfenähens wieder zum Leben erweckt, es zum Kunsthandwerk weiterentwickelt, ihm aber auch ein Denkmal gesetzt. Betritt man die Räumlichkeiten, fühlt man sich zurückversetzt in jene Zeit, als der weiße Hemdknopf noch vielen Menschen in dieser Region geholfen hat, ihr täglich Brot zu verdienen und über die Runden zu kommen – denn Zwirnknöpfe zu nähen war damals eine Zuverdienstmöglichkeit, die Handarbeit wurde vor allem im Winter durchgeführt. Sogar in Schulen wurden in den kalten Tagen der Nachkriegsjahre von den Kindern fleißig Zwirnknöpfe genäht. Damals war es eine selbstverständliche Heimarbeit, die in Sabines Familie mütterlicherseits – auch von der Großmutter und dem Onkel – verrichtet wurde.

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