Weiße Glöckchen läuten den Frühling ein

Sie bilden dichte Teppich in den Auen, überziehen so manche Obstbaumwiese mit einem weißen Schleier oder erscheinen zart in Blumenbeeten – die Schneeglöckchen. Dass die kleinen, zierlichen Frühlingsboten jedoch zahlreiche verschiedene Blütenvariationen haben und deshalb eine unvorstellbare Sammelleidenschaft auslösen, das wissen nur wenige.

Wie so vieles begann es im Gartenbau, begann es in England. „Snowdrop-Days“ gehören dort seit vielen Jahren zu Beginn eines Gartenjahres zu den eigentümlichsten Treffen, die es unter den Pflanzensammelnden gibt. Besonders das Zusammenkommen in Hotels macht Außenstehende stutzig. Da stehen hunderte der zarten weißen Blüten in kleinen Glasvasen und werden von den gierigen Blicken der Schneeglöckchensammelnden begutachtet. Immerhin geht es darum, die tollsten Exemplare unter den tollen herauszusuchen und dafür hunderte Euro (oder besser Pfund) auf den Tisch zu legen. Das teuerste Schneeglöckchen, das vor einigen Jahren verkauft wurde, wanderte zum Preis von mehr als 1.500 (!) Euro über den Sammlertisch. Wohlgemerkt: ein einziges Schneeglöckchen – gepflanzt im Topf.
Die wertvollsten Schneeglöckchen sind die, bei denen all jene Teile gelb sind, die normalerweise grün sind: also die grünen Streifen auf den weißen Blütenblättern oder die Fruchtknoten. Sind diese auch noch gefüllt blühend, dann rattert schon die Rechenmaschine …

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