Wir wenden uns diesmal einer Pflanze zu, die ich persönlich besonders kraftvoll finde und zu der ich mich sehr hingezogen fühle: der gewöhnliche Beifuß. Ihr lateinischer Name „Artemisia“ verrät, dass diese Pflanze den Namen der Göttin Artemis trägt, der Hüterin des Waldes und der Wildnis, sowie der Frauen und Kinder, der Schutzgöttin der gebärenden Frauen und des Mondes.

Beifuß wird als die „Mutter aller Pflanzen“ bezeichnet und ist eine der wichtigsten Schutz-, Heil- und Ritualpflanzen überhaupt … und ein wichtiges Frauenkraut!

Zur Herkunft des deutschen Namens „Beifuß“ gibt es nur Vermutungen. Nämlich, dass die Pflanze vor Ermüdung der Füße auf langen Wegstrecken schützt, wenn man sie bei sich oder direkt in den Schuhen trägt. Auch soll er beim Laufen zu mehr Ausdauer und Geschwindigkeit verhelfen. Ob das stimmt? Ich habe beides noch nicht ausprobiert …

Vielmehr spricht mich der herbe, leicht bittere Geschmack an. Begegne ich Beifuß auf meinem Weg, kann ich nicht widerstehen, mir ein Blatt oder eine Blütenrispe zu pflücken und zu genießen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die verdauungsfördernde Wirkung, und wer von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, so wie ich gerne räuchert, für den ist Beifuß ein Muss!

Mehr zum Beifuß erfahren Sie im Beitrag von Elisabeth Moser in der Herbst-2021-Ausgabe von BRAUCHma! Sie können das Magazin hier abonnieren!