Wir bedanken uns bei Carmen Tomandi für die Einsendung dieses wunderschönen Gedichtes und freuen uns auf weitere Einsendungen unter redaktion@brauchma.at

Des Wichtigste im Lebn!

Heast das?

Wiea´s Lebn locht!

Wiea´s gluckst und kichert in da Nocht.

Gonz woach gspiats a se on – gonz woam,

wiea´s do liegt in dein Oam.

Dei Herz mechat springa,

so sche is der Moment,

mecht donzn und singa,

wiea´s es von friha kennt,

ois du nu kloa bist gwen,

a kloana Bua,

kunnst grod moi stehn.

Olle homs gschaut,

wiea sche du bist.

A Wunder vom Leben,

des ma nimma vagisst.

Do host as gspiat,

es woa so kloa!

Das ois zomgheat,

wieas imma scho woa!

Do daun bist groß wordn,

und host das vagessn,

wo´s olle moi gwisst hom

und klingst a vamessn.

Das d´Liab des Schenste is auf dera Wöd,

ma konns ned kauf´n,

ned um vü Göd!

Ma konn sie nur gschenkt kriang,

sie is oafoch do.

Auf amoi pockts de,

und ziagt bei de Ho. (Haare)

Sie reißt die ban Hemad

Und beitlt die her,

bist aufwochst und schaust,

des Lebn is vü mehr!

Es konn tonzn und locha,

und schrein und blean,

ko zuhau und bringt die zum Rean.

Doch oans is imma do!

Ganz leise und stü,

und woat, bist ihr aufmochst,

es kost die ned vü.

A bissl an Muat und a Vertraun,

doch auf des Fundament

konnst du olles baun.

Sie geht in die eine

und flüstert dir zua:

„Des Wichtigste im Lebn,

des is de Liab, mei Bua!“