In dieser Ausgabe starten wir wieder mit einer kleinen Serie. Nach den grundlegenden Einführungen zur Tracht in Oberösterreich, die vor einigen Jahren von mir veröffentlicht wurden („Tracht in Oberösterreich. Teil 1–10), beschäftigen wir uns nun mit einzelnen Trachtenteilen. Beginnen wir mit den Kopfbedeckungen, jenen Accessoires, die sehr deutliche Kennzeichen für regionalspezifische Kleidungsformen sind und die schon von weithin sichtbar sind, bedecken sie doch das Haupt. Im Wesentlichen unterscheiden wir bei den Kopfbedeckungen Haube, Hut und Kopftuch.

Die einfachste Art, sich vor Umwelteinflüssen, Wind, Wetter, Sonne, Regen, Schnee, Staub und Dreck zu schützen oder sich auch nur zu wärmen, ist das Tragen eines Kopftuchs. Das heißt, dass Kopftücher in allen Größen, Farben und Materialien und mit oder ohne Muster in allen Kulturen aus einfach praktischen Gründen zu finden sind. Wir wissen aber auch, dass es noch andere Gründe gab und gibt, warum Kopftücher getragen wurden oder werden, beispielsweise religiöse Gründe, da in allen Kulturen der Welt das weibliche Haar eine besondere Rolle spielt und vielerorts die Haare bedeckt werden mussten und müssen. Da sich diese Regeln meist auf das weibliche Geschlecht bezogen, haben sich in unseren Regionen vorwiegend Kopftücher für Frauen überliefert. Zitieren wir Paulus von Tarsus (um 5 bis  64/67 n. Chr.), besser bekannt als Apostel Paulus. Im ersten Brief an die Korinther (11,7–10) schreibt er: „Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbildung und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht für die Frau erschaffen, sondern die Frau für den Mann. Deswegen soll die Frau eine Macht über ihrem Haupt haben um der Engel willen.“

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