„Kopfbedeckungen sind Zeichen von Zeitgeist und Lebensgefühl, von Aspekten, denen sich Hut-Schöpfer und Hut-Träger stellen müssen. Sie geben die Möglichkeit, sich selbst zu definieren und sind ein lange herbeigesehntes Unterscheidungsmerkmal im dunklen Minimalismus von Masse und Mode.“ Mit diesen Worten fasst Andreas Ley, der bekannte Münchner Kostümhistoriker, die Bedeutung der Kopfbedeckungen zusammen. Den Worten muss hinzugefügt werden, dass sich die Kopfbedeckungen in der Tracht noch um die Facette der Traditionspflege erweitern lassen. Ein Trachtenhut ist in erster Linie ein historisch gewachsenes Kennzeichen einer Region und einer Gemeinschaft. Erst bei näherem Hinsehen erweisen sich auch Trachtenhüte als Produkte von Modeerscheinungen, ließen sich doch auch die Hutmacher/-innen auf dem Land von Modezeitschriften seit dem Ende des 18. Jahrhunderts und von vorbildgebenden Persönlichkeiten beeinflussen.

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