Die korrekte Bezeichnung sollte eigentlich Flügelhaube lauten, da ein steifer, großflächiger Flügel über den Kopf hinausragt. Mancherorts ist sie in gleicher Form auch als „Passauer Haube“ bekannt, doch sprechen wir in unseren Regionen vorwiegend von der „Linzer Goldhaube“. Der Name deutet bereits darauf hin, dass es sich hier um eine bürgerliche Kopfbedeckung handelt.

Spätestens seit dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurden Reisebeschreibungen unter dem gehobenen Bildungsbürgertum, aber auch von Adeligen und anerkannten Schriftstellern beliebt. Die Autoren beschrieben darin nicht nur die Route ihrer Reise, sondern auch die architektonischen, landschaftlichen und kulturellen Eigenheiten der Region und ihrer Bewohner/-innen. Diese Beschreibungen waren unter der Leserschaft sehr beliebt. Schon bald etablierte sich hierin der Ruf der schönen Linzerin, die von Johann P. Willebrand, Johann Georg Kohl, Christoph Friedrich Nicolai, Ernst Moritz Arndt, Karl Julius Weber, Friedrich Justin Bertuch, Josef Richter, Franz Sartori und vielen anderen mehr bei ihrem Aufenthalt in Linz und dem Land ob der Enns bemerkt wurde. Eines der Hauptkennzeichen der beschriebenen Linzerinnen war stets die auffällige und kennzeichnende Goldhaube.

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