Im Sommer 1983 fand in der Welser Burg die Oberösterreichische Landesausstellung „1.000 Jahre Oberösterreich“ statt. Es gab dazu ein Rahmenprogramm im Burggarten, an dem sich auch die Siebenbürger Nachbarschaft, die in Wels seit 1949 besteht, beteiligen sollte. Um dafür nicht wie in der Vergangenheit Tanzgruppen von auswärts herbitten zu müssen, rief sie auf Initiative des damaligen Nachbarvaterstellvertreters Michael Mantsch Anfang des Jahres einen eigenen Volkstanzkreis ins Leben. Als Vorbild dafür dienten die anderen in Oberösterreich schon seit den 1950er- und 1960er-Jahren bestehenden siebenbürgischen Volkstanzgruppen. Der neu gegründete Siebenbürger Volkstanzkreis eröffnete bereits Ende Jänner den Welser Siebenbürgerball mit Aufmarsch und Auftanz und hatte am 5. August 1983 seinen ersten öffentlichen Auftritt im Welser Burggarten.

Anfang 1984 wurde eine erste Kindertanzgruppe ins Leben gerufen. Sie bestand anfangs aus Kindern, die sich bislang nur einmal im Jahr zur Gestaltung der Adventfeier der Siebenbürger Nachbarschaft getroffen hatten. In den folgenden Jahren bildete sie den Grundstock für die später sehr umtriebige Jugend- und auch heute noch aktive Erwachsenentanzgruppe. Die „Volkstanz- und Jugendgruppe der Siebenbürger Sachsen in Wels“ unterhielt in den Jahren danach immer wieder kleinere und größere Kindertanzgruppen, aus deren Reihen auch das eine oder andere Mitglied die Erwachsenentanzgruppe ergänzte oder diese zumindest eine Zeit lang weiter als Tänzerin oder Tänzer unterstützte.

Bis 2010 hatten viele der aktiven Tänzerinnen und Tänzer der Gruppe inzwischen selbst Kinder bekommen. Es wurde daher angeregt, auch mit den eigenen Kindern ein wenig den Volkstanz zu üben und es nach längeren Jahren Pause wieder mit einer neuen Kindertanzgruppe zu versuchen. In der März-Ausgabe 2019 gibt es einen ausführlichen Bericht über die Kindertanzgruppe der Siebenbürger Sachsen in Wels!