Der Verband der Heimat- und Trachtenvereine Innviertel hat für sein Projekt „Quer durchs Viertel“ von einer Fachjury einen der Förderpreise für Volkskultur 2020 des Landes OÖ und Raiffeisen Oberösterreich bekommen. Die geplante feierliche Übergabe im Steinernen Saal des Landhauses ist leider, wie so vieles, der Coronapandemie zum Opfer gefallen, aber das kann die Freude darüber beim Verband kaum trüben.

Das Projekt „Quer durchs Viertl“

„Quer durchs Viertl“ wurde 2019 ins Leben gerufen, damit sich die Mitglieder der Vereine und Zechen des Verbandes untereinander besser kennenlernen und am Ende Geld für einen wohltätigen Zweck zusammenkommt. Dafür wurden zwei Rucksäcke (ein Rucksack für die Erwachsenen und einer für die Kindergruppen) von Verein zu Verein weitergegeben und jede dieser Gruppen gab Sachspenden oder Gutscheine hinein. An dieser Aktion beteiligten sich 14 Vereine/Zechen und vier Kindervolkstanzgruppen des Verbandes.

Bei den Übergaben ließen sich die Vereine immer ein tolles Rahmenprogramm einfallen – so wurde gemeinsam getanzt und Schuh geplattelt, gewandert, gebastelt, es wurden lustige Vereinswettkämpfe ausgetragen, die jeweiligen Gemeinden präsentiert (lokale Besonderheiten) und vieles mehr. Es sollte aber eben auch Geld für einen wohltätigen Zweck gesammelt werden, und so wurden die Sachspenden und Gutscheine der Vereine bei einem öffentlichen Abschlussfest versteigert.

Bei diesem Abschlussfest wirkten zehn Vereine/Gruppen aktiv mit (Kindervolkstanzgruppen, Tanzgruppen, Goaßlschnalzer, Prangerschützen), drei Musikgruppen sorgten für musikalische Umrahmung und ca. 300 Gäste steigerten eifrig mit. So kamen an diesem Abend 2.164 Euro Versteigerungserlös zusammen, die die Obmänner der jeweiligen Region Johann Probst (Braunau), Josef Schachinger (Ried) und Karin Waldenberger (Schärding/Grieskirchen) an eine vom Schicksal schwer getroffene Familie im Bezirk Schärding überbringen durften. Der Verband Innviertel gratuliert auch allen anderen Preisträgern, allen voran dem Gewinner des Volkskulturpreises 2020: der „Zeugfärberei Gutau“.