Die schöne Kleinstadt Freistadt im Herzen des Mühlviertels begeht heuer ein großes Jubiläum: 800 Jahre Stadtgeschichte – ungefähr 800 Jahre, denn das genaue Alter ist nicht belegbar, da die Gründungsurkunde verbrannt ist. Verschiedene historische Fakten sprechen allerdings dafür, dass die Stadtgründung in etwa 1220 erfolgt sein muss. Und mit der Angabe „in etwa“ geben sich die Freistädterinnen und Freistädter zufrieden. „Auch eine in die Jahre gekommene Stadt ist nur so alt, wie sie sich fühlt. Und wir zählen ohnehin die Qualitäten, nicht die Jahre. Wir präsentieren unsere Lieblingsstadt im Jubiläumsjahr als das, was sie eben ist: als eine Stadt im besten Alter“, erklärt Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer.

Privilegierte Handelsstadt

Freistadt wurde an einem alten Handelsweg, der von der Donau durch den Nordwald nach Böhmen führte, gegründet. Von Beginn an erhielt die Stadt besondere Privilegien, die wesentlich zum Aufstieg der Stadt und zum Wohlstand der Bürger beitrugen. So mussten etwa alle Waren, die aus Böhmen kamen oder dorthin gebracht wurden, drei Tage lang in Freistadt zum Kauf angeboten werden. 1363 kam zum Stapel- und Niederlagsrecht das Meilenrecht dazu: Innerhalb einer festgelegten Meile waren Handel und Gewerbe sowie der Ausschank von Bier ausschließlich Freistädter Bürgern gestattet. Im 14. und 15. Jahrhundert erlebte Freistadt seine Blütezeit. Vieles von dem, was Freistadt heute so sehenswert macht, wurde damals geschaffen.

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