Im beschaulichen Steyrer Ortsteil Christkindl ist das „Christkindl“ daheim. Nein, nicht das „echte“, sondern eines aus Wachs, dem man aber zu früheren Zeiten Heilkräfte nachgesagt hat. Erfahren Sie hier, was sich vor über 300 Jahren dort zugetragen hat. Beheimatet sind in Christkindl übrigens auch zwei wunderschöne Krippen: die einzigartige mechanische Krippe mit beweglichen Figuren und die Pöttmesser-Krippe im Pfarrhof. Außerdem wahrscheinlich weltweit bekannt: das Sonderpostamt Christkindl.

Von Epilepsie geheilt

Die Geschichte von Christkindl geht bis in die Zeit um 1695 zurück. Der Chorregent und Türmer der Feuerwache am Stadtpfarrturm, Ferdinand Sertl, litt an Epilepsie (damals „Fallsucht“ genannt). Von einer Ordensschwester der Cölestinerinnen bekam er eine wächserne Christkindfigur geschenkt, die er in eine Aushöhlung eines Fichtenbaumes im Wald „unter Himel“, wie die Gegend damals hieß, setzte. Alle Tage ging er hin, um das kleine Jesuskind anzubeten. Der Überlieferung nach wurde Sertl tatsächlich gesund. Das Wunder sprach sich schnell herum, und immer mehr Leute pilgerten zum Fichtenbaum, um das „Christkindl“ zu verehren.

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