Der Smyrna-Stich kommt ursprünglich aus der Nadelspitze, wo er als Abdeckung der freien Flächen zwischen den Durchbrüchen gearbeitet wurde. Er hatte, meist alleinstehend, ähnlich wie ein Kreuzstich-Ersatz vorstellbar, im viktorianischen England seine Blütezeit und wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren, besonders in England, wieder gerne gemacht. Der Smyrna-Stich ist eine alte Technik, die bereits die Grundlage für die venezianische Spitze war. Auf gut zählbaren Stoffen geht diese Arbeit gut von der Hand und erfordert auch keine umfangreichen Vorkenntnisse. In Kombination mit anderen Techniken entstehen moderne, interessante Modelle.

Es handelt sich um einen Doppelkreuzstich, zuerst der schräge Kreuzstich, wie wir ihn kennen, und darüberliegend zusätzlich ein gerader Kreuzstich. Es wäre auch möglich, Kreuzstich-Muster in Smyrna-Stichen zu arbeiten. Gerade für größere Kreuzstiche wäre diese Form eine gute „Verfestigung“, da kann schon mal über vier mal vier Fäden gearbeitet werden, was beim reinen Kreuzstich doch schon ein wenig locker wirken würde.

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