Glauben heißt auch, zuhören zu können. „Ich höre dir zu“ ist eine wesentliche Form der Achtsamkeit. Eine Fähigkeit, die ums Überleben kämpft. In der Fülle der Wörter, der Impulse, im ständigen Piepsen und Vibrieren der Handys – eine Nachricht jagt die andere – läuft man Gefahr, des Wortes überdrüssig zu werden. In der Fülle hört man nichts mehr.  „Ich höre dir zu“: ein Werk der Barmherzigkeit. Da ist viel verlangt.

Ein Problem unserer Zeit ist, dass sich viele nur selbst hören. Das geht auch mir manchmal so. Ich versuche zuzuhören, aber sehr schnell assoziiere ich in meine eigene Lebenswelt hinein. Ich kreise um mich, erzähle, das Gehörte scheinbar aufnehmend, nur von mir, von meinem eigenen Erleben, meinem eigenen Leid, meiner eigenen Freude. Der Gesprächspartner liefert oft nur das Stichwort dafür, dass ich dann von mir selbst erzähle. „Einfach zuhören“ ist nicht einfach.

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