MÄRZ:

Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz.
Märzensonne – kurze Wonne.
Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz.
Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht.
Wenn im März die Veilchen blühn, an Ludwig (25. August) schon oft die Schwalben ziehn.
Schnee, der erst im Märzen weht, abends kommt und gleich vergeht.
Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
Säst du im März zu früh, ist’s oft vergeb’ne Müh’.
Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
Märzenstaub und Märzenwind guten Sommers Vorboten sind.
Auf Märzenregen folgt kein Sonnensegen.

APRIL:

April, April, der macht, was er will!
Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.
Aprilwetter und Weibertreu, das ist immer einerlei.
April: Mehr Regen als Sonnenschein, dann wird’s im Juni trocken sein.
April und Weiberwill ändern sich schnell und viel.
Der April kann rasen. Nur der Mai hält Maßen.

MAI:
Das Jahr fruchtbar sei, wenn’s viel donnert im Mai.
Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.
Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.
Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
Mairegen bringt Segen.
Ein nasser Mai schafft Milch herbei.
Ein kühler Mai wird hochgeacht’, hat stets ein gutes Jahr gebracht.